Nachbearbeitungsvolumen
Nachdem du alle Biome durchgearbeitet und gesehen hast, wie die Einstellungen des Tagessequenz-Geräts angepasst wurden, um das spezielle Look-and-Feel jedes Quadranten zu erzeugen, solltest du mit ein paar geringfügigen Anpassungen deine eigenen einmaligen Umgebungen erstellen können.
Jedes Biom hat neben dem entsprechenden Tagessequenz-Gerät ein extra Nachbearbeitungsvolumen in seinem Ordner. Diese Nachbearbeitungseffekte wurden zu jedem Quadranten hinzugefügt, um dir zu zeigen, wie du die Beleuchtung der Umgebung noch weiter verändern kannst.
Denk daran, dass dies dir zwar helfen kann, den Look noch etwas stärker zu betonen, es sich aber auch auf die Anzahl der Variablen auswirkt, die du im Auge behalten musst, wenn du für mehrere Plattformen entwickelst und ein konsistentes Erscheinungsbild auf der ganzen Bandbreite von Low-End- und High-End-Geräten erreichen möchtest, da nicht alle Geräte alle Funktionen und Nachbearbeitungseffekte unterstützen.
Suche im Outliner den Actor West_PPV im Ordner West und wähle ihn aus. Stelle sicher, dass die Einstellung Nur geänderte Eigenschaften anzeigen im Details-Panel aktiviert ist. Blende im Outliner den PPV-Actor aus und ein, damit du den Effekt sehen kannst, den das Volumen auf jeden Quadranten hat.
Wechsel durch die verschiedenen Biome und wähle das entsprechende PPV aus, um den Effekt bei ein- bzw. ausgeschaltetem Volumen zu sehen. Experimentiere dann mit den Einstellungen des jeweiligen PPV, um zu sehen, wie du einen neuen Look für jeden Quadranten erzeugen kannst.
Unten siehst du eine Übersicht der Einstellungen, die angepasst wurden, um das West_PPV zu erstellen. Die gleichen Grundeinstellungen wurden in allen Volumen verändert.
Streulicht: Der Wert wurde für ein subtiles Streulicht der Sonne auf 0,01 reduziert.
Temperatur: Der Wert wurde auf 5476,0 festgelegt, wodurch eine stärkere Balance der Farben erzielt wird, die für den Himmel ausgewählt wurden.
Tönung: Der Wert wurde auf –0,12 reduziert, um die Farbe des Streulichts zu reduzieren.
Globale Sättigung: Der Wert wurde auf 0,8 festgelegt, um das Aussehen der Szene zu steuern.
Beim Strandbiom-PPV war eine Anpassung der Gesamtfarbe erforderlich. Aus diesem Grund wurde nur die Temperatureinstellung geändert. Danach wurden die Tönungswerte verringert und entsättigt, damit der Strand weniger wie in einem Cartoon wirkt.
Ändere die Farben für alle anderen Nachbearbeitungsvolumen und verwende die Einstellungen oben, um zu sehen, wie sie sich auf den endgültigen Look jedes Bioms auswirken.
Dinge, die berücksichtigt werden müssen
Am wichtigsten ist es daran zu denken, auffallende Anpassungen an den Haupteinstellungen vorzunehmen.
Denke zuerst an Licht und Schatten. Frage dich, woher die direkte Beleuchtung kommt.
Denke danach an Farbe und Temperatur. Stell dir die Temperatur der Außen- und Innenszene im wahrsten Sinne des Wortes vor und wie sie sich anfühlen sollte: kalt, warm, heiß oder feucht. Das hilft dir, dich für die zu verwendenden Farben zu entscheiden.
Überlege, welche ergänzenden Umgebungsdetails du für deine Szene benötigst, wie Nebel, Wolken und Himmel.
Erwäge schließlich die Verwendung subtiler Nachbearbeitungseffekte wie chromatische Aberration, Vignettierung und Bloom, um deiner Beleuchtung und Szene effektiv Tiefe und Dimension zu verleihen.
Achte genau auf die Prioritäten deines Tagessequenz-Geräts und der Nachbearbeitungsvolumen.
Prüfe immer, wie dein Projekt in allen Skalierungen aussieht, um sicherzustellen, dass du nicht zu sehr von der High-End-Wirkung abweichst.
Sei mutig bei deinen Änderungen. Wenn du dein Projekt mit kleinen, linearen Schritten entwirfst, wird es schwierig, die Unterschiede zwischen den Einstellungen zu bemerken, und am Ende hast du wahrscheinlich eine platt wirkende Szene, bei der du nicht weißt, was du damit machen sollst. Mit einer drastischen Änderung findest du deine Grenzen und kannst von dort aus zurückgehen, um den Mittelweg für dein Projekt zu finden. Nutze diesen Ansatz, um mit den wenigsten Änderungen an den Einstellungen schneller Ergebnisse zu erzielen.