Norden – Winter
Die Quadranten bieten vier ausgeprägte Biome, die du erkunden kannst. Um im Nord-Biom zu beginnen, drücke die Taste 2. Dieser Quadrant hat die dramatischsten Umgebungsbeleuchtungsänderungen der vier Quadranten.
Eine gute Strategie für das Lichtdesign ist, mit einer drastischen Änderung der Lichteinstellungen zu beginnen, da du damit die Grenzen für den Look deines Projekts festlegen kannst. So bekommst du außerdem ein Gefühl dafür, wie viel zu viel oder zu wenig ist.
Das bedeutet auch, dass du keine Zeit mit kleinen Anpassungen verlierst, bei denen du nur schwierig sehen kannst, welche Beleuchtungseinstellungen du gerade anpasst, ohne dass das Ergebnis deiner Anpassungen direkt sichtbar ist.
Prioritäten
Es ist wichtig zu verstehen, wie du die Prioritäten der Nachbearbeitungsvolumen nutzen kannst, die im Tagessequenz-Gerät und im Lumenbelichtungsmanager enthalten sind, und was damit möglich ist.
Im Ordner Norden findest du Day Sequence Device_North und North_PPV. Hier wird die künstlerische Richtung komplexer, sodass du bei beiden auf den Wert Priorität achten musst.
Das Tagessequenz-Gerät verwendet standardmäßig Priorität 2000 und der Lumenbelichtungsmanager standardmäßig Priorität 10. Wenn du weitere Tagessequenz-Geräte oder PPVs ergänzt, musst du ihre Prioritätswerte erhöhen, um diejenigen mit niedrigeren Werten außer Kraft zu setzen. Zum Beispiel:
Beachte, dass die Prioritäten gemischt werden. Wenn der Prioritätswert des Inselmitte-Tagessequenz-Geräts 2000 ist und der Prioritätswert des Nord-Tagessequenz-Geräts 2000 ist, werden die Prioritätseinstellungen der beiden Geräte gleichmäßig gemischt. Lege das Gerät Tagessequenz Nord auf eine höhere Priorität fest, damit seine Einstellungen zu 100 % verwendet werden.
Es gibt eine Ausnahme: Wenn der allgemeine Look, den du erstellst, einen höherer Wert für Chromatische Aberration in deinem ersten Tagessequenz-Gerät verwendet und du den gleichen Wert im zweiten Tagessequenz-Gerät nicht weiter anpasst, verwendet dein Projekt die etablierten Einstellungen des ersten Geräts.
Du musst die Einstellungen des zweiten Tagessequenz-Geräts ändern, damit dein Projekt den Look verwendet, den du mit dem zweiten Tagessequenz-Gerät erstellt hast.
Wähle im Outliner das Asset North_PPV im Ordner „Nord“ aus und schalte es ein und aus. Dir sollte eine subtile Änderung im Gesamtlook der Szene auffallen. Das wurde als dritter Durchlauf vorgenommen, um den Winterlook noch zu verstärken.
Sekundäres Nachbearbeitungsvolumen
Nachdem der Nord-Look mit DaySequenceDevice_North etabliert wurde, wurde ein zweites Nachbearbeitungsvolumen zum Winter-Biom hinzugefügt.
Der Lumenbelichtungsmanager verfügt über ein Nachbearbeitungsvolumen (PPV), mit dem der „neutrale“ Look für die gesamte Insel festgelegt wurde. Dieses PPV legt den Look für niedrige und hohe Skalierbarkeiten fest.
Das zweite PPV wurde hinzugefügt, um den Look mit mehr Kontrast, Bloom, stärkerer Vignettierung und weniger Sättigung aufzupolieren.
Im Bild ganz links oben siehst du den Standardlook des Tagessequenz-Geräts allein. Das mittlere Bild zeigt, wie sich die Szene ändert, wenn der Lumenbelichtungsmanager aktiviert wird, und wie sich das auf die ganze Szene auswirkt. Das Bild auf der rechten Seite zeigt weitere subtile Veränderungen an der Umgebungsbeleuchtung, wenn das Nachbearbeitungsvolumen hinzugefügt wird.
Der Lumenbelichtungsmanager verwendet Prioritätseinstellungen auf die gleiche Art wie das Tagessequenz-Gerät. Das Lumenbelichtungsmanager-PPV hat einen Standard-Prioritätswert von 10. Stelle sicher, dass weitere PPVs eine höhere Priorität als 10 verwenden, damit sie gegenüber dem PPV wirksam sind, das den allgemeinen Look festlegt.
Für dieses Biom ist der Prioritätswert allein deshalb auf 15 gesetzt, weil das höher als 10 ist.
Du solltest jetzt die Bedeutung der Prioritätswerte für das Tagessequenz-Gerät, den Lumenbelichtungsmanager und die Nachbearbeitungsvolumen verstehen.
Sieh dir die Beleuchtungsdesign-Entscheidungen im zweiten Tagessequenz-Gerät genauer an, um zu verstehen, wie der Winter-Look erzielt wurde.
Einstellungen für das sekundäre Tagessequenz-Gerät
Zu dem Biom wurde ein zweite Tagessequenz-Gerät hinzugefügt. Dieses zweite Gerät verwendet die Option Trigger-Volumen und du musst diese Option auf Ein umschalten, um sie in der Szene zu aktivieren.
Mit einem Triggervolumen kannst du mehr als ein wirksames Tagessequenz-Gerät haben. Es steuert den Look der Umgebung im Nachbearbeitungsvolumen des zweiten Tagessequenz-Geräts.
Du kannst jetzt Überblenden verwenden, auch wenn du eine feste Tageszeit festgelegt hast. Klicke im Abschnitt Trigger-Volumen der Geräteoptionen auf die Dropdown-Liste für Überblenden. Du kannst wählen, ob du nach Entfernung oder nach Zeit mischen möchtest.
Wenn du den Tag-Nacht-Standardzyklus verwendest, kannst du das Triggervolumen aktivieren, um eine Überblendung zwischen den Looks zu erzielen, aber die Tageszeit wird sich während dem Gameplay ständig ändern.
Trigger-Volumen-Bereich
Übergangspunkt des Trigger-Volumen-Bereichs.
Wähle im Outliner das Asset Day Sequence Device_North aus und stelle sicher, dass Nur geänderte Eigenschaften anzeigen im Details-Panel eingeschaltet ist. Unten kannst du dir die Einstellungen, mit denen der Winter-Look mit dem zweiten Tagessequenz-Gerät erzeugt wurde, genauer ansehen.
Tageszeit: Der Zeitwert ist auf 6am festgelegt.
Tageszeit ist der wichtigste Teil deiner Außenbeleuchtung, da sie bestimmt, woher das Umgebungslicht kommt. Beim Winter-Biom ist die Tageszeit aufgrund der diffusen Beleuchtung, die durch die Wolken und das Himmelslicht entsteht, aber zweitrangig.
Sonnenlicht-Intensität: Die Helligkeit wurde gegenüber dem Standardwert 10 auf 2 gesenkt. In diesem Biom ist die Tageszeit nicht so wichtig, weil der Fokus darauf liegt, einen extrem diffusen Beleuchtungseffekt für die Szene zu erzielen, bei dem man nicht wirklich sehen kann, woher das direkte Licht der Sonne kommt.
Die Szene hat einen wolkigen, blauen Look, damit die Umgebung kalt wirkt. Der Himmel ist verhangen, mit sehr viel Nebel auf Bodenebene. In dem GIF unten kannst du den Unterschied der Intensitäten sehen.
Unterschied zwischen Standardintensität 10 und 2
Die Idee bestand darin, eine Umgebung zu simulieren, in der das Sonnenlicht nicht stark genug ist, um durch die dichte Wolkenschicht zu dringen, die mit den Einstellungen für die Nebeldichte erzeugt wurde.
Nebeldichte: Der Standardwert wurde von 0,01 auf 1,2 erhöht. Der Look der Umgebung wurde mit weiteren Optionen für die Nebeldichte erzielt.
Nebelfarbe: Der Farbwert des Nebels wurde in blau geändert, was der Außenbeleuchtung eine kühle Temperatur verleiht.
Direktional streuende Farbe: Das gleiche Farbprinzip der Nebelfarbe wird auf diese Einstellung angewendet, um den Winter-Look zu verstärken.
Sekundäre Dichte: Der Wert ist auf 0,5 festgelegt, um den Gesamt-Look des Nebels, der durch die Nebeldichte erzielt wird, subtil zu unterstreichen.
Man sieht durch den Nebel zwar nicht viel von den Wolken, aber sie sind da. Die Wolken bieten zusätzliche Details für die Szene, insbesondere bei High-End-Plattformen, bei denen du Lumen und volumetrische Effekte nutzen kannst.
Wolken: Um den kalten und verhangenen Look des Winter-Bioms zu erzeugen, wurden blaue Tönungen für die Wolken verwendet. Für Helligkeit, Wolkendeckung und Größe wurden hohe Werte festgelegt.
Lichtfarbe: Eine einfache blaue Tönung wurde ergänzt, um sicherzustellen, dass die Wolken nicht zu weiß sind.
Schattenfarbe: Der Farbwert wurde für die dunkleren Bereiche der Wolken auf eine dunkelblaue Tönung festgelegt. Diese Bereiche sollten unheilvoller und stürmischer wirken.
Beleuchtungshelligkeit: Der Wert wurde auf 10 festgelegt, deutlich höher als der Standardwert 5. Damit wurde die Gesamtlichtintensität, die von den Wolken kommt, erhöht.
Bedeckung: Der Wert wurde auf 0,9 festgelegt, um den wolkenverhangenen Look mit 90 % Wolkenbedeckung zu erzielen.
Größe: Der Wert wurde gegenüber dem Standardwert von 1 auf 0,5 reduziert. Damit erscheinen die Wolken kleiner und wiederholender, und fügt dem Himmel mehr rauschen hinzu.
Opazität: Mit dem Standardwert 1 wurde eine Wolkensichtbarkeit von 100 % erzeugt.